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Corona-Krise 2020 – Was für Hundehalter wichtig ist!

Eigentlich hatte ich für heute passend zum Übergewicht letzte Woche ein anderes Thema geplant, doch die Corona-Krise nimmt zunehmend größeren Einfluss auf unseren Alltag, weshalb ich mich hierfür entschieden habe. Denn mal ganz abgesehen von den Sorgen um die Familie und Freunde machen wir Hundehalter uns natürlich auch Gedanken um unsere Vierbeiner. Aus diesem Grund habe ich im heutigen Beitrag einmal alles zusammengefasst, was während der nächsten Wochen für uns wichtig sein wird.

Sind Hunde Überträger vom Coronavirus?

Man liest ja in den sozialen Medien immer häufiger, dass Menschen ihre Hunde ins Tierheim bringen aus Angst sie könnten Überträger sein. Doch ist da was dran? Nein.

Zwar wurde in China ein Hund schwach positiv auf SARS-CoV-2 getestet (das ist das Virus, dass sich momentan weltweit ausbreitet), doch stammen die Proben lediglich vom Schnauzenbereich des Hundes. Im Blut konnte man das Virus aber nicht nachweisen.

Experten sind sich sicher, dass Hunde nicht als Überträger fungieren, was man sowohl im Statement der WHO als auch in dem vom RKI nachlesen kann. Doch wie kam es in China zu dem positiven Testergebnis? Nun, vermutlich hat das Tier einfach seinen mit dem Coronavirus infizierten Besitzer angelegt und dadurch im Speichel gehabt.

Können sich Hunde mit Corona anstecken?

Jaein. Es gibt verschiedene Virusstämme des Coronavirus, daher muss man bei dieser Frage etwas genauer differenzieren. Mit SARS-CoV-2, also dem Virus der uns momentan ziemlich in Schach hält, können unsere Lieblinge nicht angesteckt werden. Das funktioniert nur von Mensch zu Mensch per Tröpcheninfektion.

Es gibt allerdings auch noch andere Coronaviren, die wiederum nicht auf den Menschen übertragbar sind aber sehr wohl auf Hunde oder auch Katzen. Hast du vielleicht schon etwas davon gehört, dass Hunde vom Coronavirus starken Durchfall bekommen? Das ist richtig, allerdings handelt es sich um einen völlig anderen Virusstamm. Dieser Durchfall wird nämlich durch den Caninen Coronavirus (CCoV) ausgelöst, der für uns allerdings nicht gefährlich ist.

Was passiert im Falle einer Ausgangssperre?

In einigen Ländern, wie zum Beispiel Italien oder Österreich, wurde ja bereits von der Regierung eine Ausgangssperre verhängt. Nun erwarten viele für Deutschland das Gleiche, denn die Zahlen der Infizierten steigt täglich rasant. Darf man dann überhaupt nicht mehr das Haus verlassen? Das fragen sich viele Tierbesitzer, die ihr Tier nicht direkt bei sich haben.

Aber keine Sorge. Trotz Ausgangssperre darf man noch zu seinem Hund oder was auch immer und darf diesen versorgen. Allerdings nur das Allernötigste und man muss darauf achten sich von sämtlichen anderen Menschen fern zu halten, um keine neuen Infektionen zu provozieren.

Was ist das Nötigste? Du darfst deinen Hund füttern, gegebenenfalls seinen Zwinger / Garten reinigen und ihn auch eine kleine Runde weit ab von anderen Menschen ausführen. Dann muss es aber sofort wieder nach Hause gehen, denn mehr ist nicht erlaubt. Es muss also niemand Angst haben, dass er seine Tiere nicht mehr versorgen kann.

Darf ich während der Quarantäne Gassi gehen?

Nein, auf keinen Fall. Denn die Quarantäne ist ja dazu gedacht dich im Falle eines Falles so gut wie möglich zu isolieren um weitere Ansteckungen zu vermeiden. Wenn du dann mit deinem Hund trotzdem draußen herum läufst könntest du das Virus aber trotzdem weiter verbreiten und somit wäre das Ganze nutzlos. Was du nutzen kannst ist aber dein Garten, falls du einen besitzt der direkt ans Haus anschließt. Ist das nicht der Fall, wird es aber knifflig.

Du solltest dir also unbedingt überlegen, wer deinen Hund ausführen könnte, wenn es bei dir nicht geht. Dazu habe ich auf Facebook eine Gruppe von Deutschlandweit verteilten Freiwilligen gefunden, die beim Gassi gehen aushelfen. Schau einfach mal hier.

Übrigens: Hält man sich nicht an die Anweisungen für die Quarantäne kann man mit hohen Strafen rechnen. Das sollte man lieber nicht riskieren.

Welche Vorkehrungen sollte man treffen?

Für den Fall, dass man durch den Coronavirus wirklich in Quarantäne muss ist es auf jeden Fall sinnvoll für ein 2-3 Wochen Hundefutter daheim zu haben. Das ist aber eigentlich bei den meisten Hundehaltern ohnehin der Fall.

Des weiteren ist es vorteilhaft sich ein wenig Spielzeug zuzulegen, sofern man das noch nicht getan hat, sowie ein paar Leckerlies um während der Quarantäne Beschäftigung zu haben.

Ansonsten ist es aber in erster Linie wichtig sich darum Gedanken zu machen, wer im Notfall Gassi gehen könnte beziehungsweise die komplette Versorgung übernehmen könnte und was mit deinem Hund passiert, solltest du tatsächlich nicht mehr gesund werden. Aber auch das ist etwas, um das man sich ohnehin kümmern sollte, wenn man sich einen Hund zulegt. Denn auch ohne Corona kann jedem von uns immer mal etwas passieren.

Wegen Corona in Quarantäne. Wie beschäftige ich meinen Hund?

Nun stellt sich die Frage: „Wie laste ich meinen Hund aus, wenn ich nicht einmal raus darf?“ Nun, dass ist von Hund zu Hund eine unterschiedlich schwere Herausforderung. Wenn ich an Shira denke, dann bin ich mir sicher sie würde irre werden, sollte sie nicht täglich ordentlich sprinten können. Zum Glück ist es bei uns aber so, dass sie ja inzwischen ohnehin draußen lebt und auf dem Hof einer guten Freundin mit deren Rüden toben darf. Die kümmert sich dann auch um sie, sollte ich nicht mehr können.

Hast du nicht die Möglichkeit deinen Liebling bei jemand anderes zu lassen, empfehlen sich zum Beispiel Suchspiele in der Wohnung, sowie das Lernen neuer Tricks und Denkspiele. So ist zumindest eine geistige Auslastung gegeben und mit Hilfe von Gassihelfern ist dann auch für körperliche Auslastung gesorgt.

Ein paar eigene Worte zur Corona-Krise.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich das Ganze anfangs als gar nicht so drastisch angesehen habe. Dort beliefen sich die Zahlen aber noch auf wenige Infizierte und die Pandemie befand sich ganz am Anfang. Inzwischen kann und darf man das Coronavirus einfach nicht mehr ignorieren, denn es wäre verantwortungslos unseren Mitmenschen gegenüber.

Als ich vorhin beim Essen nebenbei die Nachrichten las, zeigte mir mein Newsticker tatsächlich an, dass wir die 10.000er Marke erreicht haben. Allein in Deutschland. (Stand Mittwoch ca. 13 Uhr) Umso verwerflicher finde ich es, wie leichtfertig viele noch immer damit umgehen. Nur, weil sie nicht weit genug über den Tellerrand schauen.

Daher meine eindringliche Bitte an jeden: Nehmt das Ganze ernst. Haltet euch an die Anweisungen der Regierung, haltet Abstand und bleibt soweit es geht daheim. ABER bitte verfallt nicht in Panik und ihr Lieben… Bitte lasst das Hamstern sein. Es ist unglaublich was momentan in den Läden los ist und ich gehe schon nur in richtig winzigen Kleinstädten einkaufen. Solidarität und Verantwortungsbewusstsein ist im Moment absolut unerlässlich für uns alle.

Weitere Informationen und wichtige Telefonnummern zum Thema Corona

Wenn du dich noch weiter zum Thema Corona informieren möchtest oder womöglich auch befürchtest dich angesteckt zu haben, findest du hier die passenden Webseiten und Telefonnummern. In diesem Sinne, passt alle gut auf euch auf.

(Gewünschte Seite anklicken)
Bundesministerium für Gesundheit
Robert Koch Institut
Weltgesundheitsorganisation

Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
Bundesministerium für Gesundheit(Bürgertelefon): 030 346 465 100

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